Internetpauschale / Internetzuschuss

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In Kürze

Basics: Ihr erstattet Euren Mitarbeiter:innen die Kosten für ihren privaten Internetzugang in ihrem Zuhause mit ihrer monatlichen Gehaltszahlung.

Für wen: Vollzeitkräfte, Teilzeitkräfte, Auszubildende und Minijobber:innen auf €450-Basis.

Abrechnung & Versteuerung: Der Zuschuss wird mit dem monatlichen Gehalt ausgezahlt und ist ein Gehaltsextra. Für den Internetzuschuss könnt Ihr als Arbeitgeber:in die pauschale Lohnsteuer in Höhe von 25%, plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, übernehmen.

Voraussetzungen: Eure Mitarbeiter:innen haben Kosten für einen Internetanschluss, die sie Euch nachweisen.

Beispielleistungen: Auszahlung mit dem Gehalt auf das Bankkonto Eurer Mitarbeiter:innen.

Einschränkungen: Bis zu €50 pro Monat und damit bis zu €600 im Jahr.

Was ist der Internetzuschuss?

Eure Mitarbeiter:innen haben für Zuhause einen Vertrag mit einem Internetanbieter oder schließen einen neuen Vertrag ab.

Ihr zahlt Euren Mitarbeiter:innen monatlich mit dem Gehalt den Ausgleich für ihre Aufwendungen für den Internetanschluss.

Der Internetkostenzuschuss kann nur bis zur Höhe der Kosten, die Eure Mitarbeiter:innen für den Internetzugang haben, pauschal besteuert werden.

Gut zu wissen

Der Internetzuschuss wird monatlich mit dem Gehalt überwiesen und landet damit direkt auf dem Bankkonto Eurer Mitarbeiter:innen.

Grundsätzlich könnt Ihr all Euren Mitarbeiter:innen, egal ob und wie häufig sie von Zuhause aus arbeiten, den Internetkostenzuschuss gewähren.

Der Benefit kann auch an Teilzeitkräfte, Auszubildende oder Mini-Jobber:innen gezahlt werden.

Welche konkreten Benefits kann ich über den Internetkostenzuschuss anbieten?

Ihr könnt die Einrichtungskosten für einen neuen, schnelleren Anschluss, wie auch die laufenden Gebühren für eine Flatrate, die Eure Mitarbeiter:innen privat und beruflich nutzen können, übernehmen.

Daneben könnt Ihr auch die Kosten, der für den Internetanschluss erforderlichen, technischen Geräte erstatten, wie z.B. Router oder Modem. Dies gilt sowohl bei einem neuen Vertrag, als auch bei einem Austausch der Geräte.

Eure Mitarbeiter:innen freuen sich über einen modernen, stabilen und schnellen Internetanschluss.

Gut zu wissen

Der Internetkostenzuschuss umfasst sowohl die laufenden Kosten, wie die Grundgebühr und die Flatrate für die Verbindung, als auch die Einrichtungsgebühren, wie Anschlussgebühren und die Aufwendungen für den Router.

Wie funktioniert die Abrechnung und Versteuerung?

Internetkostenzuschüsse könnt Ihr Euren Mitarbeiter:innen in Höhe der tatsächlich entstandenen Aufwendungen für die Einrichtung und die laufende Nutzung zusätzlich zum Gehalt zahlen:

  • Hierauf ist 25% Lohnsteuer (plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) zu zahlen.
  • Sozialversicherungsbeiträge werden darauf nicht erhoben.

Bis zu €50 könnt Ihr regelmäßig erstatten, wenn Ihr Euch für einen „repräsentativen Zeitraum" von 3 Monaten die Internetabrechnungen geben lasst und Eure Mitarbeiter:innen Euch über Vertragsänderungen informieren müssen.

Darüber hinaus könnt Ihr auch höhere Beträge erstatten, wenn Eure Mitarbeiter:innen zusätzliche Kosten für die Einrichtung des Anschlusses, für neue technische Geräte oder für Reparaturen an Geräten haben. Diese Kosten müsst Ihr Euch von den Mitarbeiter:innen einzeln nachweisen lassen.

Daneben ist die Zahlung des Internetzuschusses im Lohnkonto für Eure Mitarbeiter:innen zu erfassen. Wir empfehlen, dass Ihr die Nachweise gleich hier auch hinterlegt und ggf. eine Vereinbarung über die Informationspflicht, wenn sich die Höhe der Internetkosten ändert, hier ablegt.

Gut zu wissen

Für den Internetzuschuss bis zu €50 pro Monat solltet Ihr Euch von Euren Mitarbeiter:innen für einen Zeitraum von 3 Monaten die Internetabrechnungen geben lassen. Mitarbeiter:innen müssen Euch dann über Vertragsänderungen informieren.

Häufige Fragen

In welcher Höhe können wir den Internetkostenzuschuss steuerbegünstigt zahlen?

Grundsätzlich gilt: Ihr könnt bis zu der Höhe die Kosten erstatten, in der Eure Mitarbeiter:innen diese getragen haben. Hinsichtlich der laufenden Kosten gibt es trotzdem eine Einschränkung: Hierfür sollten nur Beträge bis €50 pro Monat bzw. €600 pro Jahr gezahlt werden.

Erstattet Ihr Euren Mitarbeiter:innen auch einmalige Kosten, dann müsst Ihr für diese Aufwendungen die Nachweise vollständig einholen.

Gut zu wissen

Anstatt der Erstattung der Internetkosten könnt Ihr auch als Arbeitergeber:in einen Internetvertrag für die Wohnung Eurer Mitarbeiter:innen abschließen. Diesen Anschluss können Eure Mitarbeiter:innen dann beruflich und privat kostenfrei nutzen.

Kann ich den Internetkostenzuschuss auch gewähren, wenn meine Mitarbeiter:innen den Anschluss nicht beruflich nutzen?

Ja! Es ist nicht notwendig, dass Eure Mitarbeiter:innen den Internetzugang überhaupt beruflich nutzen. Es ist lediglich relevant, dass Eure Mitarbeiter:innen Kosten für die Internetnutzung haben. Leben bspw. Eure Mitarbeiter:innen mit anderen Personen zusammen und tragen selbst keine Kosten für die Internetnutzung, dann könnt Ihr ihnen keinen Zuschuss gewähren.

Was passiert, wenn ich meinen Mitarbeiter:innen zu viel gezahlt habe?

Erstattet Ihr Euren Mitarbeiter:innen mehr, dann wird der Betrag, der als Internetkostenzuschuss gezahlt werden kann, mit 25% pauschaler Lohnsteuer besteuert werden. Auf das, was Ihr zu viel bezahlt habt, ist die Lohnsteuer nach dem persönlichen Steuersatz, plus Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge, abzuführen.

Welche Aufzeichnungspflichten muss ich bei dem Internetkostenzuschuss erfüllen?

Aus Euren Aufzeichnungen muss ersichtlich sein, wie hoch die Kosten waren, die Eure Mitarbeiter:innen für die Einrichtung und die Nutzung des Internets hatten, und wie viel Ihr wann erstattet habt.

Wenn Ihr sichergehen wollt, dann lasst euch sämtliche Nachweise zu den Internetaufwendungen geben. Alternativ könnt Ihr von Euren Mitarbeiter:innen auch Nachweise über die laufenden Kosten für drei Monate anfordern und sie dann verpflichten, Euch mitzuteilen, wenn sich die monatliche Gebühr ändert.

Auf dem Lohnkonto der einzelnen Mitarbeiter:innen ist dann noch zu dokumentieren, welche Beträge als Internetkostenzuschuss jeden Monat gezahlt werden.

Was muss ich neben der Lohnsteuer zahlen?

Neben der Lohnsteuer von pauschal 25% ist noch der Solidaritätszuschlag, sowie die pauschale Kirchensteuer abzuführen. Sozialversicherungsbeiträge werden für diesen Benefit nicht fällig.

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Für Steuerberater:innen:

Pauschalierung der Lohnsteuer mit 25% für Internetkostenzuschüsse: § 40 Absatz 2 Satz 1 Nummer 5 Satz 2 EStG

Informationen zur Pauschalbesteuerung zu Datenverarbeitungsgeräten und Internet: R 40.2 Abs. 5 LStR

Informationen zum pauschalen Auslagenersatz: R 3.50 Abs. 2 Sätze 1 bis 2 und 5 bis 7 LStR

Disclaimer

Wir machen darauf aufmerksam, dass das Benefits-Lexikon und unsere Webseite lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Steuer- oder Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Der Inhalt kann und soll eine individuelle und verbindliche Steuer- und Rechtsberatung, die auf Eure spezifische Situation eingeht, nicht ersetzen. Alle angebotenen Informationen sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

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