Insights für Personaler
February 2, 2022

Diversität und Inklusion im Unternehmen

Wie Ihr ein inklusives Unternehmen werdet und die Diversität Eurer Arbeitnehmer:innen fördert

Diversität und Inklusion sind kein Trendthema, sondern die Zukunft für ein erfolgreiches Unternehmen. Warum? Sie verhindern, bzw. wirken gegen die Entwicklung von Machtverhältnissen, bei denen bestimmte Menschengruppen in Meetings und anderen Situationen eher Gehör finden oder in Führungspositionen aufsteigen als andere. Solche Verhältnisse führen dazu, dass Mitarbeiter:innen sich unwohl fühlen, weil eine zusätzliche Hürde überwunden werden muss, um die eigenen Ziele zu realisieren. Das Wohlbefinden Eurer Mitarbeiter:innen leidet natürlich darunter. Aus unternehmerischer Sicht sind Unternehmen mit einer diversen Belegschaft profitabler. Diverse Perspektiven und Weltansichten in einem Unternehmen geben die besten Chancen einen diversen Kundenstamm zu etablieren. Wie Ihr inklusiver werden könnt, und wie Ihr Diversität in Eurem Unternehmen befürwortet, das wollen wir Euch nun näher bringen. 💼

Quelle: Diversity Studie 2018.pdf (charta-der-vielfalt.de)


Diversität

Diversität ist das Akzeptieren jeglicher Vielfalt und der Unterschiede Eurer Angestellten, egal welchem Geschlecht sie angehören, welche Herkunft sie haben, wie sie aussehen, welche Orientierungen oder Religion sie verfolgen und wie viel Lebenserfahrung sie mitbringen. 


Inklusion

Inklusion bedeutet, dass Ihr eine Kultur in Eurem Unternehmen aufbaut, indem eine Gleichstellung aller Mitarbeiter:innen herrscht. Alle Mitglieder des Teams werden gleich eingebunden und sind dazugehörig, ihre Besonderheiten spielen dabei keine Rolle . 


Was ist der Unterschied?

Diversität bezieht sich auf die Tatsache, dass Vielfalt in einem Unternehmen gegeben ist. Inklusion sind die Maßnahmen, mit denen die Firma aktiv sicherstellt, dass alle fair behandelt werden und alle Zugang zur Bildung, zu Ressourcen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bekommen.


Doch wie können wir Diversität garantieren?

Eine oft angewandte Methode ist die Blind Hiring - Methode. Das bedeutet, dass Bewerbungsverfahren komplett anonymisiert werden und außer den Qualifikationen und Erfahrungen über die Bewerber:innen nichts bekannt ist. 📁 Das UK führt dies bereits seit Jahren durch. Eine “vereinfachte Form” dessen ist ein bereits weit verbreiteter Standard, dass bei Bewerbungen keine Passbilder mehr angefordert werden. 📸 Somit sind jedoch Name, Alter, Geschlecht und Herkunft noch bekannt, was ungewollterweise zu einer Selektion führen kann. 


Ebenso solltet Ihr nach dem kulturellen Fit für das Unternehmen, und nicht nach dem “Social Fit” Eurer Bedürfnisse Mitarbeiter:innen einstellen. Es ist wichtig, dass die Person die gleichen Ziele wie das Unternehmen teilen, aber die Art und Weise, wie sie dahin kommen, sollten sie frei gestalten können. Wenn Führungskräfte nur Personen einstellen, die ihnen immer zustimmen, werden bestehende Prozesse nie in Frage gestellt und Optimierungsmöglichkeiten können übersehen werden. 


Und wie schaffen wir Inklusion?

Um zum Beispiel Inklusion für behinderte Mitarbeiter:innen zu ermöglichen, solltet Ihr ein barrierefreies Arbeitsumfeld erschaffen. Dabei sind nicht nur behindertenfreundliche Rampen und Arbeitszimmer gemeint, sondern auch einen barrierefreien digitalen Zugang zu gewährleisten. Ebenso gehört es zur Barrierefreiheit, wenn Workshops für Mitarbeiter:innen angeboten werden, um mit gehörlosen Teammitgliedern kommunizieren zu können. 🦻 Volkswagen hat 2017 einen Inklusionsbericht veröffentlicht, indem Aspekte genannt werden wie die Nutzung von Gebärdensprache, barrierefreie Gebäude und Suchtberatung für Kolleg:innen. [1] Damit wurde ein fortschrittliches Beispiel für eine erfolgreiche Inklusion in der Unternehmenskultur dargestellt. 



Es sollten auch verschiedene Förderprogramme angeboten werden, damit jede:r Arbeitnehmer:in individuelle Unterstützung von Euch bekommen kann. Dazu gehört nicht nur die LGBTQIA+-Community mehr zu unterstützen, sondern auch die Familienpolitik in Eurem Unternehmen zu reformieren: für alleinerziehende Mütter, Väter, gleichgeschlechtliche Paare, oder Elternzeit. 👨‍👨‍👧 👩‍👦 Bestärkt wird dies durch flexible Arbeitsmodelle, eine Aufgabenverteilung nach den individuellen Stärken und Schwächen, und vor allem indem Ihr die Unterschiede anerkennt und berücksichtigt. 


Ein wichtiger Bestandteil ist auch einen multikulturellen Kalender zu führen. Eure Mitarbeiter:innen zelebrieren die verschiedensten Feiertage und falls diese von den gesetzlichen Feiertagen des Landes abweichen, in dem Ihr Euch befindet, sollte es eine Möglichkeit geben diese Tage frei zu gestalten. 


Solidarität bei Protestbewegungen kann ebenfalls eine Möglichkeit sein Euren Mitarbeiter:innen zu zeigen, dass Ihr Euch für Diversität einsetzt. ✊ Bei Kampagnen wie #MeToo und #BlackLivesMatter wird eine langfristige Anerkennung nötig sein und nicht nur ein einmaliger Post oder Protestlauf. Wichtig ist hier von ‘Virtual Signalling’ abzusehen (z.B. während Pride Month eine Regenbogenflagge auf LinkedIn zu zeigen, ohne sich mit dem Thema auseinanderzusetzen). Ihr solltet hier auf Euren Kanälen Inhalt von betroffenen Personen teilen (mit ihrer Erlaubnis), Posts zu dem Thema machen und dies nicht nur wenn es trending ist und Infos dazu teilen, wie genau Ihr Euch intern damit auseinandersetzt. 


Wie geht Ihr mit den Themen Diversität und Inklusion um? Teil es uns auf Social Media mit!