Insights für Personaler
January 11, 2022

Gemeinsam für die mentale Gesundheit

Ergebnisse der Nilo.health Studie, sowie unsere Tipps, wie man auf der Arbeit mit mentaler Gesundheit umgehen.

Neben der physischen Gesundheit ist die mentale Gesundheit lange zu kurz gekommen. Doch in den letzten Jahren hat sich einiges getan: es wird häufiger thematisiert, viele neue Lösungen in Form von Apps wurden entwickelt und wichtige Figuren in der Öffentlichkeit (z.B. olympische Sportler:innen) sprechen offen über das Thema. Jedoch gibt es leider immer noch zu oft eine Stigmatisierung und deswegen die Angst, als ‘schwach’ abgestempelt zu werden. besonders auf der Arbeit. Wie könnten HR & Führungskräfte helfen? Wir haben nachfolgend einige Ideen für Euch zusammengestellt. 


nilo.health hat vor ein paar Monaten eine Studie veröffentlicht, wie die Mitarbeiter:innen, die HR und die Führungskräfte den Stress und die Belastung des letzten Jahres wahrgenommen haben. 📊 Viele haben angegeben, dass sie durch Covid besondere Unsicherheiten bei ihrem Arbeitsplatz empfunden haben, ob sie diesen Job behalten werden oder nicht, und 2020 für sie das bisher stressigste Jahr seit Beginn ihres Arbeitslebens war. [1] 


Eine große Sorge, die von den Mitarbeiter:innen genannt wurde, war die Unsicherheit des Arbeitsplatzes. 🖥️ Dieser arbeitsbedingte Stress, der durch die Sorgen entstanden ist, überträgt sich häufig auch auf das Privatleben der Mitarbeiter:innen. 🏡 Dadurch entsteht eine dauernde Anspannung, die irgendwann Überhand gewinnt. Doch genauso kann es andersherum sein: der Stress aus dem Privatleben überträgt sich auf das Berufsleben und sorgt dort für eine geringere Leistung. 🤒 Es kommt nicht selten vor, dass genau diese mentalen Beschwerden sich auf den physischen Körper übertragen, und Krankheiten wie Kopfschmerzen, Verspannungen und Magen-Darm-Probleme als Resultat folgen. 🤕


Dadurch entstehen erhöhte Krankentage der Mitarbeiter:innen, oder im schlimmsten Fall Unternehmensaustritte (häufiger jedoch ist die Produktivität der Arbeitnehmenden verringert). 2020 war der zweithäufigste Grund für eine Krankschreibung das mentale Wohlbefinden. [2] Ein weiteres Problem stellt dar, dass viele Mitarbeiter:innen ihre Probleme gar nicht ansprechen und mit den Krankheiten “im Stillen” weiterarbeiten. Außer zusätzlichem Stress sorgt dies auch für einen Produktivitätsverlust, da nicht die volle Konzentration aufgebracht werden kann.



In den Umfragen bei nilo.health ist auch hervorgegangen, dass HR und Führungskräfte meist ein anderes Bild davon haben, was die Mitarbeiter:innen belastet. 


Wir empfehlen Euch deswegen:


➡️Ehrliche und häufige Gespräche, um die Stressfaktoren zu finden und um bei der Beseitigung helfen zu können. 🤗


➡️Um sich auf diese Gespräche optimal vorzubereiten, werden Coachings angeboten. So haben HR und Führungskräfte die besten Möglichkeiten, den Mitarbeiter:innen ein offenes Ohr zu schenken, doch können auch gezielt helfen. Und ebenso wichtig: das Lernen, die Probleme anderer nicht zu sehr auf die eigenen Schultern zu laden, da es sonst einen selbst belastet. 🧏


➡️Um eine unabhängige Anlaufstelle zu schaffen, können auch Gespräche mit Expert:innen angeboten werden, die extern von der Firma möglich sind. Dies sollte allerdings auch zeit- und ortsunabhängig geschehen, damit auch Jeder die Hilfe wahrnehmen kann. ☎️Dadurch besteht eine gewisse Neutralität und Distanz zum Arbeitsplatz für die Mitarbeiter:innen, und sie können ihre Sorgen noch einmal anders äußern. 👨‍⚕️👩‍⚕️


➡️Erschafft eine offene und vertrauensvolle Kultur, bei der Ihr als Führungskräfte oder People Manager:innen darüber redet, wie Ihr für Eure eigene mentale Gesundheit sorgt. So fühlt man sich als Mitarbeiter:in sicherer, über die eigenen Erfahrungen zu sprechen und Probleme zuzugeben. 


Was bietet Ihr Euren Mitarbeiter:innen an? Habt Ihr schon Gespräche über mentale Gesundheit geführt?


[1], [2] nilo.health Mentale Gesundheit Report 2021